Brückenbauer, Windenspezialisten, Schlammkönige, Bergsteiger, Irrlichtjäger, GPS-Virtuosen…
…Lagerfeuerromantiker, Erzählhelden, Sternenzähler…

Moment……worum geht es hier überhaupt?

Nun, in erster Linie geht es um Spaß mit dem Hobby Modellbau.
Genauer dem Spaß mit 4×4 Expeditionsgeländewagen, also allradangetriebenen Zweiachsern.
Das ist uns aber nicht genug.

Wir wollen Fahrzeuge sehen, welche „echt“ aussehen.
Mit realistischen Reifen, realistischer Federung, mit Fahrerfiguren, Armaturenbrett,
Zuladung usw. Grenzen sind nicht gesetzt.

Zudem sollen die Fahrzeuge auch über annähernd reale Funktionen verfügen. Allrad,
Getriebe, Licht, Winde, zu öffnende Türen oder ähnliches.
Natürlich geht das nicht immer, oder wird erst langsam nach und nach verwirklicht.
Fahren wollen wir ja auch und das nicht nur einmal im Jahr.

Einmal im Jahr allerdings geht es neben den Ausflügen in unserer Gruppe auch um etwas, da es so noch nicht gab.
Nicht das Bauen, nicht das Ausflugs-Fahren, sondern Trophy-Fahren im Geist der Camel-Trophy.

Eine Distanz bewältigen und sich den Hindernissen dabei stellen. Den richtigen Weg finden,
vielleicht auch den Weg erst fahrbar machen. Und das dann noch garniert mit Lagerfeuer und Geselligkeit.

Wir suchen trophy-taugliche Fahrer mit ihren trophy-tauglichen scaligen Fahrzeugen:

Moment, scalig? Scalig gebaut und scalig fahren?

Nun, dieser Anglizismus entstand aus dem Versuch, zwischen erfundenen Fahrzeugen aller Art und
Fahrzeugen mit realer Vorlage (Scaler = vorbildähnlich) zu unterscheiden. Aktuell wurde für alles, was Offroad kann, vom Handel der Begriff Crawler als Gegensatz zum Straßenwagen eingeführt, Scaler als Begriff für alles annähernd Vorbildgetreue im Gegensatz zu frei Erfundenem genutzt. Daher geht die Begriffsfindung weiter, real-Scaler trifft nun auf Fahrzeuge zu, welche auch im Detail dem Vorbild so nahe wie möglich kommen.

Für uns ist mit dem Begriff (real)Scaler noch mehr verbunden. Vorbildähnlich hin oder her,
auch der Mercedes Geländewagen, welcher aus dem Handel oder freiwillig ausgestattet mit
Monsterreifen, gedunkelten Scheiben, wenig Funktionen oder gar aus wabbeligem Lexan daherkommt,
fällt nicht unter unsere Vorstellung von Scalern.

Für unsere Trophy suchen wir Fahrzeuge die eine nicht genau zu fassende Grenze berschreiten,
bei der aus einem direkt als Spielzeug zu erkennenden Modell ein übergang zum „echt“ aussehenden Modell gezogen wird.
Wir setzen noch eins drauf und wollen Wagen, die zumindest annähernd
täuschend echt aussehen – wo man am liebsten reinkriechen würde.
Wir wollen Teilnehmer, die sogar verspielte Modelle mit allem erdenklichen Ausbau mögen.
Die echt aussehende Modelle mögen, aber diese auch der Vorlage entsprechend im Gelände bewegen wollen.

Dazu kommt ein bestimmter Wagentyp. Keine brachialen Wagen mit dicken
Reifen, sondern Expeditionstrucks mit Gepäck und
Fahrern ohne Helme. Geländewagen für den normalen Einsatz, die zeigen,
da damit dennoch Extremes geht.
Und all diese Vorgaben sollen Folgendes erzeugen – wir bekommen zur
Trophy Teilnehmer, die die gleiche Art zu Spielen mögen.

Und das sind die, die nicht mit dem Gasfuß übers Hindernis brettern oder sich
gegenseitig mal eben schieben – sondern sich in
die Belastung des Wagens und der Fahrer, als wäre er 1:1, hineinversetzen.
Die, die den Trophywagen einfach nicht umkippen lassen wollen, das auch nie in Kauf
nehmen, sondern wenn es passiert, sich verschätzt
oder einfach nicht aufgepasst haben.

Das sollte aber ( und hier sind wir beim sogenannten scaligen )
wie in 1:1 nicht mehr als einmal passieren.
Sonst wäre da die Trophy zuende.
Wenn ich noch 1000km fahren müsste, würde ich meine Achsen und mein Leben eher
schonen, also ein Hindernis umfahren oder die Winde einsetzen.
Das gilt natürlich nicht für immer und jede Situation, ist aber der gewünschte Tenor dabei.

Gesucht sind vielleicht auch die, die ähnlich einer Modellbahn, gerne zuschauen, wie ein
Hindernis auch mal langsam erklommen wird.

This photo is taken by TripleCam’s sport-sdv

Die, die sich freuen, eine Matschfurt nach sechs Versuchen mit Steckenbleiben
dann mit Hilfe der Winde berwunden zu haben
und nicht den Wagen dann einfach rausnehmen.

Die, die im Team ein Hinderniss bewältigen wollen und die, die gewinnen wollen
und dennoch nicht sauer sind, nicht gewonnen zu haben. Die, die am Abend da sitzen und sich sagen, meine Kiste ist das alles gefahren
…mit denen allen zusammen…wow

Da die Trophy meist in ausgelosten Teams gefahren wird, müssen die Fahrzeuge zudem
noch halbwegs vergleichbar sein.


Ein Traxxas, oder ein SCX10 mit Lexanbody und den riesigen Reifen passt nicht,
denn er ist im Zweifelsfall um Längen besser,
als ein schwerer ABS/PS-Body mit Metall-berrollkfig und Anbauteilen.

Es sollen aber alle Wagen an den gleichen Stellen arbeiten müssen und nur das
fahrerische Können und Denken im Zweifelsfall einen Vorteil bringen.
In diesem Sinn werden auch die Routen geplant. Andernfalls würden diese immer extremer
und passen irgendwann nicht mehr zu den Autos und dem von uns gewünschten Stil.

Um einer solchen nicht gewünschten Entwicklung Einhalt zu gebieten, braucht es
dann Regeln bei der Zulassung (Material und Reifengröße bspw. sind optisch und technisch nun mal ein Faktor),

und Regeln beim Fahren, deren Einhaltung aber auch Spaß macht und erzeugt.
Wenns egal ist, wie oft ich den Wagen aufs Dach lege, dann ist kein Reiz
dabei, wie es eben nicht zu dürfen. Wie Fußball ohne Gegner und Tor vielleicht.  Das Erschweren von Gegebenheiten ist
eben die Herausforderung einer Trophy.

 

 

Daher z.B. auch kleine Reifen, die zum Autobild eines nicht extrem getunten
1:1 Wagens passen. Wenns damit nicht geht, muss eben die Winde raus,
oder etwas anderes erdacht werden.

Und nebenbei, einfach geht immer, wir wollen es schwer(er).

Wie ist das gemeint?

Nun, mit Baukasten SCX oder Traxxas braucht es schon Hindernisse, welche unrealistisch sind. Das zu suchende Hindernis ist also unpassend zum Fahrzeug…das wiederum wäre aber unpassend zu unserer Idee…denn wozu real-Scalige Fahrzeuge, wenn nur ein Bierkasten oder Baumstumpf, falls überhaupt ausreichend (wohlgemerkt in 1:1), sie beim Überfahren noch in Schwierigkeiten bringen kann.

Um das zu verhindern haben wir im Regelwerk bei der Zulassung einige Parameter vorgegeben, die wir für wichtig erachten.

Wenn die oben beschrieben Art des RC-Fahrens jetzt den unbändigen Reiz ausgelöst hat,
hier einmal mitzufahren, es einfach mal ausprobieren, dann haben wir wohl den Richtigen
gefunden.

 

 

Über die Bewerbung ist aus einem Wunsch ganz schnell und unkomliziert der Sprung zur
Teilnahme als Fahrer der SHERPA-Trophy möglich.

Wir freuen uns schon!

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